Gängige Ultraschalluntersuchungspositionen und -methoden bei Tieren

Untersuchung von Schweinen: Die zu untersuchende Sau kann im Futterstall stehend oder liegend an der Innenseite des Oberschenkels und schließlich an der Bauchwand außerhalb der Zitzen untersucht werden. Die Sonde wird lediglich mit Kontaktgel bestrichen und an der unteren Bauchwand angesetzt. Die Untersuchung ist schonend und reizfrei und zeichnet sich durch kurze Untersuchungszeit, geringen Stress und hohe Genauigkeit aus. Die Bilder werden visualisiert, und eine frühe Trächtigkeit kann bestätigt werden, wenn eine dunkle Stelle der Fruchthöhle oder ein Skelettbild des Fötus sichtbar ist. Die Trächtigkeitsüberwachung kann bereits 23 Tage nach der Besamung erfolgen.

Untersuchung der Kuh: Zur Untersuchung kann eine Rektalsonde oder eine Konvexsonde verwendet werden. Die rektale Untersuchung kann durch direktes Einführen der Rektalsonde in den Enddarm durchgeführt werden; die Genauigkeit beträgt nach 32 Tagen 99 %.

 

Untersuchung von Schafen: Mutterschafe nehmen in der Regel eine natürliche Stehhaltung ein und verhalten sich ruhig. Alternativ kann man sie mit beiden Beinen am Hals festhalten, um sie aus der Position zu befreien, oder eine einfache Schutzvorrichtung verwenden. Die seitliche Befreiung kann die Diagnose etwas beschleunigen und die Genauigkeit verbessern, ist aber für große Herden unpraktisch. Ultraschalluntersuchungen zur Früherkennung einer Trächtigkeit können in Seitenlage, Rückenlage oder im Stehen durchgeführt werden.

 

Die Untersuchung weiterer Körperteile des Tieres: Die erhabenen Bereiche der Körperoberfläche des zu untersuchenden Organs können nach einfacher Haarentfernung mit Kontaktgel beschichtet werden. Durch Drehen des veterinärmedizinischen Ultraschallkopfes lassen sich verschiedene Querschnittsbilder des untersuchten Organs gewinnen, die zur Diagnose verschiedener Erkrankungen genutzt werden können.


Veröffentlichungsdatum: 13. März 2023