Veterinär-UltraschallDas Ultraschallgerät ist ein unverzichtbares Instrument in der modernen Tierhaltung und der Diagnostik von Haustieren. Mithilfe der Ultraschallbildgebung ermöglicht es die nicht-invasive Untersuchung innerer Organe und findet breite Anwendung in der Trächtigkeitsdiagnostik, der Krankheitsvorsorge und im Reproduktionsmanagement. Die korrekte Bedienung verbessert nicht nur die diagnostische Genauigkeit, sondern verlängert auch die Lebensdauer des Geräts.
Vorbereitung auf die Ultraschalluntersuchung
Vor der Verwendung desVeterinär-UltraschallgerätSowohl die Geräteeinrichtung als auch die Tiervorbereitung müssen abgeschlossen sein. Prüfen Sie zunächst, ob Hauptgerät, Sonde, Netzkabel und alle anderen Komponenten unbeschädigt sind. Stellen Sie eine ordnungsgemäße Erdung des Geräts sicher, um Stromschläge zu vermeiden. Wählen Sie die passende Sondenart und -frequenz entsprechend der Tiergröße. Große Tiere wie Rinder und Pferde benötigen eine Rektalsonde, während kleine Tiere wie Hunde und Katzen mit einer Abdominalsonde untersucht werden können. Für Rinder und Pferde empfiehlt sich eine Sonde mit mittlerer bis niedriger Frequenz (3,5–5 MHz), um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Eindringtiefe und Auflösung zu erzielen. Bei Haustieren liefert eine Sonde mit hoher Frequenz (über 7,5 MHz) detailliertere Bilder.
Zur Vorbereitung des Tieres sollte der Untersuchungsbereich (z. B. Bauch oder Rektalregion) rasiert werden, um Haare und Schmutz zu entfernen und so Störungen der Ultraschallübertragung zu vermeiden. Tragen Sie ausreichend medizinisches Kontaktgel auf, um Luftspalten zwischen Schallkopf und Haut zu schließen und eine effektive Schallwellenpenetration zu gewährleisten. Bei großen Tieren wie Rindern und Pferden ist vor der Untersuchung eine geeignete Fixierung erforderlich. Erfahrenes Personal sollte bei rektalen Untersuchungen assistieren, um zu verhindern, dass sich das Tier wehrt, da dies den Schallkopf beschädigen oder das Bild verwischen könnte.
Betriebsablauf
Sobald das Ultraschallgerät eingeschaltet ist, befolgen Sie diese standardisierten Schritte:
Parametereinstellung: Stellen Sie die Gesamtverstärkung, die Zeitverstärkungskompensation (TGC) und die Bildtiefe entsprechend dem Untersuchungsziel ein. Für die Schwangerschaftsdiagnostik justieren Sie die Fokusposition auf den Uterusbereich und erhöhen Sie die Verstärkung entsprechend, um eine klare Darstellung des Embryos zu gewährleisten.
Handhabung der Sonde: Halten Sie die Sonde fest, üben Sie leichten Druck aus und bewegen Sie sie langsam und senkrecht zum Körper des Tieres. Bei rektalen Untersuchungen großer Tiere führen Sie die Sonde vorsichtig ein, um übermäßige Krafteinwirkung und damit verbundene Schäden an der Darmwand zu vermeiden. Sollten Bildrauschen oder Lücken auftreten, korrigieren Sie den Sondenwinkel oder tragen Sie erneut Kontaktgel auf.
Bildinterpretation: Bei der Schwangerschaftsdiagnostik werden Fruchthöhlen, fetale Herzschläge und die Anzahl der Embryonen beurteilt. Im Rahmen des Krankheits-Screenings werden die Echogenitätsunterschiede zwischen normalem und pathologischem Gewebe verglichen. Zysten erscheinen beispielsweise als echofreie (dunkle) Bereiche, während Tumoren als gemischt echogene Raumforderungen sichtbar sein können.
Beachten Sie während des Betriebs folgende Vorsichtsmaßnahmen:
Um Schäden an der Schaltung zu vermeiden, darf die Sonde niemals bei eingeschaltetem Gerät ein- oder ausgesteckt werden.
Sollte das Gerät ungewöhnliche Geräusche von sich geben oder Bildverzögerungen aufweisen, schalten Sie es sofort aus und kontaktieren Sie den technischen Support.
Wichtige Hinweise
Die Bediener müssen eine professionelle Schulung erhalten. Die unbefugte Nutzung durch ungeschultes Personal kann bei Tieren Angstzustände hervorrufen und Sicherheitsrisiken bergen.
Vermeiden Sie längere Scans. Ein einzelner Scan desselben Bereichs sollte 10 Minuten nicht überschreiten, um mögliche Gewebeschäden durch die Wärmewirkung des Ultraschalls zu verhindern.
Das Sondenkabel darf nicht geknickt oder gezogen werden. Zur Aufbewahrung sollte es zu einer Schlaufe mit einem Durchmesser von mehr als 15 cm aufgewickelt werden, um einen Kabelbruch im Inneren zu vermeiden.
Veröffentlichungsdatum: 11. März 2025



