Die Verwendung vonUltraschallgeräte für die VeterinärmedizinDie Messung der Rückenspeckdicke und der Augenmuskelfläche bei der Schafklassifizierung ist seit Langem gängige Praxis. Bei der Vermessung von Schafen werden die Messungen üblicherweise zwischen der 12. und 13. Rippe vorgenommen, wobei in einigen Fällen auch zwischen dem dritten und vierten Lendenwirbel gemessen wird.
Ist die Verwendung eines veterinärmedizinischen Ultraschallgeräts zur Messung von Parametern der Augenmuskelfläche effektiver?
Auf den ersten Blick erscheint die Flächenverfolgung mit einem veterinärmedizinischen Ultraschallgerät fehleranfälliger als einfache lineare Messungen. Gründe hierfür sind die physikalischen Eigenschaften des Ultraschalls (Muskeltiefenmessungen nutzen die exzellente axiale Auflösung des Geräts voll aus, während Flächenverfolgungen auf der lateralen Auflösung des Systems basieren müssen) sowie die Bedienervariabilität – sowohl innerhalb einzelner Anwender als auch zwischen verschiedenen Anwendern. In einigen Studien erwies sich die Flächenmessung jedoch als präziser als die Tiefenmessung. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Fleischklassifizierung maßgeblich auf dem Vergleich von Tieren beruht. Bei Schafen ist die Variabilität zwischen den Tieren jedoch relativ gering, oder zumindest so gering, dass die Messtechniken fehlerfrei sein müssen, um sicherzustellen, dass beobachtete Unterschiede tatsächlich auf die Variabilität zwischen den Tieren und nicht auf die Variabilität zwischen den Anwendern zurückzuführen sind.
– Sondendruck: Der Druck der Sonde führt zu einer gleichmäßigen Verformung des Fettgewebes, während die Muskeln aufgrund der darunterliegenden Rippen nicht verformt werden. Meiner Erfahrung nach ist es jedoch nicht schwierig, Technikern den korrekten Sondendruck beizubringen, und die Rippen stellen dabei kein Problem dar.
– Dritte Fettschicht: Es wird angenommen, dass die dritte Fettschicht oft fälschlicherweise für den Beginn der Muskelschicht gehalten und daher in die Messung der Muskeltiefe einbezogen wird. Diese Schicht stiftet zwar Verwirrung, doch ich habe festgestellt, dass diese dritte Fettschicht (die häufig bei fetteren Schafen vorkommt und bei magereren Schafen fehlt) nicht mit den tiefsten Muskelregionen übereinstimmt, wie durch regelmäßige Messung der Muskeltiefe ermittelt wurde.
Frequenz: Im Vergleich zu Schweinen und Rindern weisen Schafe und Lämmer eine geringere Muskeltiefe auf. Für Untersuchungen an Rindern werden spezielle Niederfrequenz-Linearsonden verwendet, für Schafe sollten jedoch höhere Frequenzen eingesetzt werden, um die Auflösung und Messgenauigkeit zu verbessern. Ich stimme dem zu und möchte hinzufügen, dass ein umfassendes Verständnis der grundlegenden Ultraschallphysik und der Gerätebedienung unerlässlich ist, insbesondere der Rolle des Fokusbereichs. Ein falsches Verständnis des Fokusbereichs kann die Bildqualität beeinträchtigen.
Die oben genannten Punkte sind sicherlich wichtige Überlegungen für jede Organisation, die ein neues Fleischklassifizierungsprogramm einführt, aber sie erklären nicht die geringere Leistungsfähigkeit der Magermuskeltiefe und -fläche bei der Vorhersage der Lammfleischqualität; für erfahrene Techniker, die nach gut validierten Protokollen arbeiten, sollten diese Punkte keine Herausforderung darstellen.
Veröffentlichungsdatum: 01.07.2025



