Der Unterschied zwischen Ultraschall-, DR-, CT- und MRT-Bildgebungsgeräten für die Veterinärmedizin

Wenn Sie Ihr Haustier in die Klinik bringen, empfehlen Tierärzte häufig eine Ultraschalluntersuchung, digitale Röntgenaufnahme (DR), Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT). Viele Tierhalter verstehen jedoch nicht die Bedeutung dieser bildgebenden Verfahren. Da diese Untersuchungen kostspielig sind, kann der Informationsmangel zwischen Tierhalter und Tierarzt leicht zu Misstrauen führen, das Arzt-Patienten-Verhältnis verschlechtern und letztendlich den Krankheitsverlauf des Tieres beeinträchtigen. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Unterschiede zwischen Ultraschall, DR, CT und MRT bei Tieren.

Veterinär DR

Veterinär-Röntgengeräte

Oft bezeichnet als VeterinärRöntgengeräteDie digitale Radiographie (DR) ist derzeit die am häufigsten verwendete Methode zur Bildgebung. Sie erfordert einen separaten Raum und muss fernab von Wohngebäuden durchgeführt werden. Funktionsprinzip: Die Röntgenstrahlen durchdringen den Körper des Tieres und erzeugen Fluoreszenz und Lichtempfindlichkeit. Nach dem Durchdringen des Körpers werden verschiedene Strukturen auf dem Fluoreszenzbildschirm oder -film sichtbar gemacht. Die Untersuchung umfasst alle Körperteile des Tieres. Röntgenaufnahmen liefern jedoch nur zweidimensionale Bilder und sind anfällig für Störungen durch dichtes Fell oder Weichgewebe. Daher werden sie in der Regel nur zur Voruntersuchung eingesetzt. Röntgenstrahlen sind zwar gering, die Strahlendosis ist jedoch laut wissenschaftlichen Studien vergleichbar mit der einer Röntgenaufnahme. Die Strahlendosis bei einer Röntgenuntersuchung liegt deutlich unter den zulässigen Grenzwerten. Aus versicherungstechnischen Gründen wird Schwangeren und werdenden Eltern jedoch empfohlen, den DR-Raum während einer Röntgenuntersuchung nicht zu betreten, um eine Bindung zu ihren Haustieren herzustellen und so das Ungeborene nicht zu gefährden. Die Person, die bei der Geburt assistiert, muss spezielle Schutzkleidung tragen, um die lebenswichtigen Organe vor Strahlung zu schützen. Diese Schutzkleidung besteht aus einem schweren Bleianzug. Auch bei Katzen, die einer DR-Untersuchung zur Bestimmung der Anzahl der Föten unterzogen werden, liegt die Strahlendosis im sicheren Bereich, sodass hier keine weiteren Angaben zur Strahlung gemacht werden müssen.

Veterinär-Röntgendiagnosesystem

 

Im Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren sind die Ergebnisse der digitalen Radiographie (DR) relativ einfach zu erfassen, und die ungefähre Form eines Knochens lässt sich selbst ohne medizinische Grundkenntnisse auf dem Röntgenbild erkennen. Röntgenaufnahmen und Ultraschalluntersuchungen bei Tieren ergänzen sich. Röntgenaufnahmen des Brustkorbs zeigen leicht eine Herzvergrößerung, während die Echokardiographie (Herzultraschall) die verschiedenen Herzkammern untersucht und eine präzise und quantitative Beurteilung von Herzerkrankungen ermöglicht.

Tier-Ultraschall

Dies ist die Anwendung von Ultraschalltechnologie zur Bildgebung. Ultraschall bezeichnet hochfrequente Schallwellen, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind. Er ist bis zu 20.000 kHz hörbar, diagnostischer Ultraschall arbeitet mit einer Frequenz zwischen 2 und 15 MHz. Funktionsprinzip: Beim diagnostischen Ultraschall dringt der Ultraschallimpuls in den Muskel ein, durchdringt das Gewebe, bis er auf eine reflektierende Grenzfläche trifft und zum Schallkopf zurückkehrt, der gleichzeitig als Empfänger dient. Das zurückgeworfene Signal wird als Echo bezeichnet und von einem Computer verarbeitet und als zweidimensionales Bild auf dem Bildschirm dargestellt. Ärzte fordern häufig folgende Ultraschalluntersuchungen an: Schwarz-Weiß-Ultraschall,Farbdoppler-Ultraschall(Farbultraschall.) Der konventionelle Ultraschall (B-Ultraschall) liefert ein zweidimensionales Bild, das hauptsächlich dazu dient, das Vorhandensein oder Fehlen von Schwellungen, Fremdkörpern, Entzündungen, Flüssigkeitsansammlungen, Verkalkungen, Fibrosen, Gasansammlungen usw. im betroffenen Bereich festzustellen. Der Farbultraschall hingegen liefert ein dreidimensionales (bzw. vierdimensionales) Bild, das mittels Doppler-Ultraschall die Geschwindigkeit und Richtung des Blutflusses erfassen kann. Er wird vorwiegend zur Beurteilung des Blutflusses im Herz-Kreislauf-System eingesetzt und ist im Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren eine unersetzliche Funktion des Farbultraschalls. Er spielt eine unverzichtbare Rolle in der Diagnostik von Herzerkrankungen.

Veterinär-Ultraschallgerät

Ein veterinärmedizinisches Ultraschallsystem, das Ultraschall- und Farbultraschallfunktionen unterstützt

Während der Ultraschalluntersuchung muss das Tier ruhig liegen. Die Untersuchung dauert länger als die konventionelle Röntgenuntersuchung, in der Regel etwa 5–10 Minuten für einen Untersuchungsabschnitt und noch länger für die Herzuntersuchung. Eine zusätzliche Sedierung ist nicht erforderlich, sofern der Tierhalter das Tier beruhigt. Diese nicht-invasive, flexible und relativ sichere Methode findet zunehmend Anwendung in der klinischen Praxis.

Adrenal-PW-Lokalisierung

Zusätzlich,Tier-UltraschallFür die Untersuchung muss die zu untersuchende Stelle rasiert werden, um den Einfluss von Haaren auf die Ultraschallübertragung der Sonde zu vermeiden. Gleichzeitig wird ein Haftmittel aufgetragen, um die Leitfähigkeit und Gleitfähigkeit zu verbessern. Nach der Untersuchung wird die Stelle mit einem Papiertuch oder gegebenenfalls mit einem warmen Handtuch abgewischt. Haustiere sollten möglichst nicht daran lecken oder die Stelle reinigen.

CT

CT

Die Computertomographie (CT) stellt einen weiteren großen Fortschritt gegenüber der herkömmlichen Röntgenbildgebung dar und ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Radiologie. Funktionsprinzip: Bei der CT-Bildgebung wird die zu untersuchende Stelle mit Röntgenstrahlen abgetastet. Die vom Detektor empfangenen Röntgenstrahlen werden durch einen Fotoelektronenwandler in elektrische Signale umgewandelt und anschließend von einem Analog-Digital-Wandler digitalisiert. Diese digitalen Signale werden dann von einem Computer komplex verarbeitet und schließlich als Bild dargestellt.

CT

Vereinfacht gesagt, ist die Computertomographie (CT) vergleichbar mit einer dynamischen, umfassenden digitalen Radiographie (DR), ihre diagnostische Bedeutung ist jedoch weitaus größer als die der herkömmlichen DR. Die CT-Untersuchung von intrakraniellen Tumoren, Abszessen und Granulomen, Parasitenerkrankungen, traumatischen Hämatomen und Hirnverletzungen, Hirninfarkten und Hirnblutungen sowie von Tumoren des Wirbelkanals, Bandscheibenvorfällen und anderen Erkrankungen ermöglicht eine bessere und zuverlässigere Diagnose.

Der Einsatz von CT-Geräten erfordert in Krankenhäusern ein hohes Sicherheitsniveau. Aufgrund der ständigen Strahlungsemission während des Betriebs müssen die Geräte weit entfernt von Wohnhäusern aufgestellt werden, und es muss eine geschlossene Umgebung geschaffen werden, um Strahlung zu vermeiden.

Während der Arbeit mit dem Gerät müssen die Haustiere betäubt und ruhig gehalten werden, da sonst die Bildqualität beeinträchtigt wird. Tierhaltern ist es nicht gestattet, den Arbeitsraum zu betreten, um die Tiere zu begleiten (hohe Strahlung).

Darüber hinaus sind die Kosten der Untersuchung relativ hoch, in der Regel über 2.000 RMB, und die Kosten für die Anästhesie sind nicht enthalten. Die CT-Untersuchung selbst dauert nicht besonders lange; vom Beginn der Scanposition bis zum Abschluss ist der Vorgang in der Regel in etwa 10 Minuten abgeschlossen.

MRT

MRT

Magnetresonanztomographie (MRT). Dieses Gerät erzeugt keine Strahlung, wird aber aufgrund des Namens „MRT“ fälschlicherweise oft für schädlich gehalten. Funktionsprinzip: Die Magnetresonanztomographie untersucht das zu untersuchende Muskelgewebe in einem starken Magnetfeld. Dadurch richten sich die Wasserstoffatome im Muskelgewebe entlang des Magnetfelds aus. Das Gewebe im Magnetfeld wird kurzzeitigen Hochfrequenzimpulsen ausgesetzt, die die atomare Anordnung vorübergehend stören. Sobald sich die Atome neu anordnen, sendet das untersuchte Gewebe ein spezifisches Signal aus. Eine im Untersuchungsbereich platzierte Empfangsspule zeichnet diese Signale auf, und ein Computer verarbeitet sie zu Schnittbildern in verschiedenen Ebenen und Graustufen. Da das Gerät mit einem Magnetfeld arbeitet, benötigt es einen geschlossenen Raum. Elektronische Geräte oder andere Gegenstände, die das Magnetfeld beeinflussen, dürfen sich nicht im Raum befinden. Darüber hinaus ist eine MRT-Untersuchung zeitaufwendig; von der Positionierung bis zum Abschluss des Scans vergehen mindestens 30 Minuten. In manchen Fällen sind zusätzliche, kontrastmittelverstärkte Aufnahmen erforderlich, die weitere Zeit in Anspruch nehmen. Die Tiere müssen narkotisiert werden, in der Regel mit einer Beatmungsnarkose, wobei ein Anästhesist zur Überwachung der Narkose im Untersuchungsraum anwesend ist. MRT-Untersuchungen sind ähnlich wie CT-Untersuchungen, kosten etwa 2.000 US-Dollar und sind in der Regel nicht in den Narkosekosten enthalten.

CT

Die Magnetresonanztomographie (MRT) bietet hervorragende diagnostische Möglichkeiten für Gehirn, Schilddrüse, Leber, Gallenblase, Milz, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Nebennieren, Gebärmutter, Eierstöcke, Prostata und andere parenchymatöse Organe sowie für Herz und große Gefäße. Im Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren zeichnet sich die MRT durch vielfältige Bildgebungsparameter, hohe Scangeschwindigkeit, hohe Gewebeauflösung und klarere Bilder aus. Sie ermöglicht es Ärzten, schwer erkennbare Frühstadien sichtbar zu machen und hat sich zu einem wichtigen Instrument für die Früherkennung von Tumoren, Herzerkrankungen und zerebrovaskulären Erkrankungen entwickelt.

Durch die obige Einführung in die Tier-Ultraschalluntersuchung, die digitale Röntgendiagnostik (DR) für Tiere, die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) wurde deutlich, dass diese bildgebenden Verfahren ihre jeweiligen Vorteile in der klinischen Diagnostik bieten. Der Tierarzt wird je nach den spezifischen Gegebenheiten das für die Untersuchung geeignete Gerät auswählen.


Veröffentlichungsdatum: 25. Januar 2024