Eierstockzysten sind eine häufige Erkrankung der Fortpflanzungsorgane bei Rindern und werden klinisch in Follikelzysten und Gelbkörperzysten unterteilt. Milchkühe mit gestörtem Brunstzyklus sprechen oft schlecht auf herkömmliche medikamentöse Behandlungen an. Bei Follikelzysten ist die Brunstperiode verlängert, und in schweren Fällen kann es zu einer verstärkten Paarungsbereitschaft kommen, die trotz wiederholter Besamungsversuche zu anhaltender Unfruchtbarkeit führt. Einige Tiere können aufgrund des anhaltenden Aufsprungverhaltens Frakturen erleiden. Kühe mit Gelbkörperzysten zeigen nach der Geburt häufig verlängerte Anöstrusphasen. Kühe mit Eierstockzysten verlieren ihre normale Fortpflanzungsfähigkeit, was die Wirtschaftlichkeit der Rinderhaltung erheblich beeinträchtigt. Eierstockzysten gehören zu den Hauptursachen für Fortpflanzungsstörungen bei Milchkühen und verursachen jährliche Verluste von bis zu 300–500 US-Dollar pro Tier. Die traditionelle Hormontherapie hat ihre Grenzen, wie z. B. hohe Rezidivraten und niedrige Konzeptionsraten. Im Gegensatz dazu etabliert sich die ultraschallgesteuerte Punktionstechnologie aufgrund ihrer Präzision, minimalinvasiven Verfahren und geringen Kosten zunehmend als bevorzugte Lösung in der internationalen Tierhaltungsbranche. Dieser Artikel beschreibt detailliert die Anwendungsrichtlinien und stellt klinische Erfahrungen aus führenden Tierhaltungsländern wie Australien, Großbritannien und Neuseeland vor.
1 Ursachen und Diagnose
1.1 Ursachen
Unzureichende Vitamine im Futter, Gonadendegeneration, verzögerter Eisprung aufgrund eines LH-Mangels im Körper, unsachgemäße Anwendung von FSH und PMSG sowie andere Faktoren können alle zu Eierstockzysten führen.
1.2 Diagnose
Bei der rektalen Untersuchung von Tieren mit Ovarialzysten lassen sich vergrößerte Eierstöcke und zystische Läsionen an den Eierstöcken feststellen. Die einzelnen zystischen Läsionen weisen eine glatte Oberfläche auf und fühlen sich bei Palpation fluktuierend an. Betroffene Tiere zeigen typischerweise gestörte Östruszyklen, verlängerte Östrusperioden oder verlängerte Anöstrusperioden nach der Geburt.
1.3 Technische Prinzipien und Kernvorteile
Präziser, minimalinvasiver Behandlungsmechanismus
Unter Echtzeit-Ultraschallkontrolle wird die Zystenhöhle präzise mit einer Nadel lokalisiert. Nach Aspiration der Zystenflüssigkeit wird ein Sklerosierungsmittel (z. B. Polyethylenglykol oder wasserfreies Ethanol) injiziert, um die sekretorischen Zellen der Zystenwand zu zerstören und die Gewebeadhäsion sowie den Verschluss zu fördern. Diese Technologie stammt aus etablierten Anwendungen in der Humanmedizin (z. B. Behandlung von Eierstockzysten3611) und wurde auf die Veterinärmedizin übertragen, wodurch eine „Ein-Nadel-Ablation“ ermöglicht wird.
Vorteile gegenüber traditionellen Therapien
Minimales Trauma: Es wird lediglich eine 16-18G-Nadel benötigt (Punktionsstelle <1 mm), wodurch die mit einer Bauchoperation verbundenen Risiken vermieden werden;
Schnelle Genesung: Rinder können innerhalb von 24 Stunden nach der Operation wieder fressen und innerhalb von 3-5 Tagen zur Zuchtherde zurückkehren;
Kostenreduzierung: Über 60 % Kostenersparnis im Vergleich zur laparoskopischen Chirurgie (Daten des britischen AHDB);
Erhaltung der Fruchtbarkeit: Vermeidet Schäden am Eierstockgewebe und erhält die normale Hormonsekretion aufrecht.
2 Standardisierte Arbeitsanweisungen
2.1 Präoperative Vorbereitung
Rinderbeurteilung: Zystenmerkmale mittels transrektalem Ultraschall bestätigen (Durchmesser ≥5 cm, persistierend für >21 Tage) und Trächtigkeit ausschließen 1012;
Instrumentensterilisation: Sterile Isolation derUltraschallsonde für Rinder; für die Punktion Einweg-PTC-Nadeln der Größe 18G verwenden (siehe humanmedizinische Standards 28);
Sedierung und Analgesie: Neuseeland empfiehlt die intravenöse Injektion von Celazepam (0,03 mg/kg) + lokale Infiltration mit Lidocain.
Intraoperatives Verfahren
Positionierung und Zugang:
Rinder stehen in Fixierung, Nadeleinführung über das Rektum oder die Bauchwand (wobei Gebärmutter und Blutgefäße vermieden werden);
Australische Erfahrung: Bevorzugt wird der rektale Zugang; die Nadelgenauigkeit erreicht 99 %, wenn sich die Sonde innerhalb von 5 cm vom Eierstock befindet¹⁷.
2.2 Wichtigste Schritte:
Graph TD
A [Ultraschalllokalisierung der Zyste] –> B [Die Nadel erreicht direkt das Zentrum der Zystenhöhle]
B –> C [Die gesamte Zystenflüssigkeit unter Unterdruck aspirieren]
C –> D [Dreimal mit Kochsalzlösung spülen]
D –> E[Sklerosierungsmittel injizieren (ein Drittel des Zystenflüssigkeitsvolumens)]
E –> F[Fünf Minuten vor der Entnahme warten]
*Hinweis: Auswahl des Sklerosierungsmittels – in Großbritannien wird Polyethylenglykol bevorzugt (hautreizarm), während in Neuseeland hauptsächlich wasserfreies Ethanol verwendet wird (kostengünstig).*
2.3 Postoperative Behandlung
Antibiotikaprophylaxe zur Vorbeugung von Infektionen (z. B. Ceftiofur-Natrium über 3 Tage);
Ultraschall-Nachuntersuchung nach 14 Tagen zur Beurteilung der Verschlussrate;
Fruchtbarkeitsüberwachung: Datum der ersten Brunst und Konzeptionsrate erfassen (im Vereinigten Königreich ist die Aufnahme in das Betriebsmanagementsystem vorgeschrieben).
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Die Erfolgsquote vonUltraschalluntersuchung bei RindernDie ultraschallgesteuerte Punktionstherapie ist stark von der Präzision der Geräte und standardisierten Verfahren abhängig. Geräte wie das tragbare und das stationäre Veterinär-Ultraschallgerät von Dawei (China), die FieldVet-Serie (Australien) und das BCF-Nutztier-Ultraschallgerät (Großbritannien) sind alle für Punktionsszenarien optimiert.
Veröffentlichungsdatum: 17. Juni 2025



